Musikalische Begegnungen

I: Herkunft:

Musikalische Wurzeln:

Eberhard Bonitz, KMD und Komponist: Improvisieren, ein Hauptmerkmal aus der Barockzeit, über eine Fuge frei zu fantasieren. Die Hauptform einer  auf Improvisation beruhenden Komposition war die Toccata, die ihre Wurzeln im spieltechnischen Ausprobieren der Möglichkeiten einer Orgel hat - besonders, Klangfarben einer Orgel.

Meine musikalischen Ursprünge, meine „Traumwelt des Komponierens, sind hier angelegt, denn mein Vater, Eberhard Bonitz, war ein Meister der Orgelimprovisation und der Tonkunst.

Sein kompositorisches Schaffen war als Kirchenmusiker natürlich in der Kirchenmusik angelegt, Messen, Motteten, Orgelwerke, aber auch Kammermusik.

Für das neu zu gestaltende Gesangbuch nach dem II. vatikanischen Konzil war er maßgeblich mitverantwortlich – Bonifatius Verlag in Paderborn oder Herder Verlag in Freiburg. Dort hat er auch eigene Liedvertonungen oder Orgelvorspiele im Orgelbuch zum Gotteslob, wie es korrekt heißt. veröffentlicht.

Bei ihm erhielt ich meinen ersten Klavierunterricht und die erste Unterweisung in der Stufentheorie – Tonsatz.

Anfang 2018 war ich zusammen mit meiner ältesten Schwester in meinem Geburtsort, Ellwangen/Jagst auf bitten „ehemaliger Klavier- und Chorschüler“ meines Vaters aus der Zeit von 1948 bis 1954. In der Lokalpresse, Ipf und Jagst Zeitung,  gab es dazu folgenden Artikel (Auszug):

 

Auf der Suche nach einem verschollenen Manuskript

Eberhard  Bonitz war von 1948 bis 1954 Kirchenmusikdirektor, Organist und Chorleiter an der Basilika.

Auf Spurensuche in Ellwangen haben sich die Kinder von Eberhard Bonitz begeben. Bonitz war von 1948 bis 1954 Kirchenmusikdirektor, Organist und Chorleiter an der Basilika.

Anlass für den Besuch war eine Anfrage der Comboni-Missionare aus Ellwangen. Pater Uhl erinnert sich noch lebhaft an seine Schulzeit in Ellwangen und besonders an ein Lied, das Eberhard Bonitz mit den Schülern einst aufgeführt hatte. Und so begaben sich Matthias Bonitz und seine ältere Schwester in Ellwangen auf die Suche nach dem Manuskript. Gefunden haben sie es nicht, dafür viele Erinnerungen und die Erkenntnis, dass sich auch noch nach über 60 Jahren einige an ihren Vater erinnern….

Regionalkantor Thomas Petersen zeigte den Bonitz-Geschwistern dann noch die alte Wirkungsstätte ihres Vaters und führte ihnen die Orgel der Basilika mit einem kleinen Konzert vor. Ein abschließender Besuch im Archiv des Chors auf der Suche nach dem verlorenen Lied hat die Geschwister sehr beeindruckt: ein Gewölberaum mit Schätzen bis ins 17. Jahrhundert, darunter auch Spuren des Wirkens von Eberhard Bonitz, die Messe für 4 stimmigen Chor Missa in honorem Dulcissimi Cordis Beatae Mariae Virginis Opus 7, in ein sehr sauberen Handschrift aus dem Jahe 1949 in Ellwangen geschrieben. Ich habe dann diese Partitur digitalisiert und jetzt zu Beginn meiner Aktivitäten bei musicaneo ins Netz gestellt.


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