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13 July 2018

Kater Carlos Reise nach Ligurien, ein musikalisches Märchen

Eine tierische Liebessehnsucht, die nur durch Musik erfüllt werden kann. Neu erschienen unter https://mediaondemand.overdrive.com/mediaondemand-eisenhower/content/media/4066060

Prolog 

Am Rande des Urwaldes, da, wo die Wüste anfängt, wohnt im Schatten von hohen Bäumen Kater Carlos, ein sehr großer, bildschöner Kater, so groß, daß man meinen könnte, er wäre vielleicht sogar ein Tiger. Aber dafür war er dann doch wieder zu klein.

Carlos hatte sich unter einer großen Palme ein super schönes Haus gebaut, mit einer großen Terasse, einem riesigen Balkon, auf dem ein großer italienischer Marktsonnenschirm steht. Die Fenster sind alle weiß gestrichen und außerdem mit weißen Blendläden versehen, damit Carlos im Sommer schöne kühle Räume in seinem Haus hat. Und der Sommer am Rande der Wüste wird sehr heiß.

Freunde hat Carlos natürlich auch, da ist der Schimpanse Don Giovanni, der sich unheimlich gut findet, eigentlich ein richtiger Angeber, aber Carlos mag ihn trotzdem, weil er immer zu Späßen aufgelegt ist. Sehr häufig besucht ihn auch sein großer Freund, der Elefant "Leporello" auf dem darf Carlos immer reiten und an seinem Rüssel hochklettern.

Zusammen mit "Don Giovanni" rasen sie dann durch den Urwald und erschrecken die Urwaldbewohner mit ihren Späßen. Alle Bewohner haben das natürlich nicht gerne, zum Beispiel die alte Riesenschildkröte Madame Anita. Die schimpft und zetert ständig nach solchen Auftritten: "Könnt ihr nicht aufpassen? Ihr hättet mich ja beinahe über den Haufen gerannt“. Aber Madame Anita ist in Wirklichkeit sehr gutmütig, sie erschrickt sich nur sehr leicht, vielleicht, weil sie schon sooo alt ist und nicht mehr so schnell zur Seite springen kann. Außerdem hätte sie am liebsten immer nur Ruhe und Ruhe und Ruhe. Na ja, Don Giovanni pflückt der Madame Anita dann als Entschuldigung die schönsten Blätter und Leporello trompetet seine schönste Fanfare - aber so leise er kann, damit Madame Anita sich nicht erschrickt…… 

Letztes Kapitel (nach einer schönen Schiffsreise von Afrika nach Ligurien)

…..Der Konzertmeister des Orchesters stand auf, begrüßte den Kater mit einem freundlichen „Hallo" und fragte ihn, was er denn singen wolle:

„Malatu p’amuri!" erwiderte Carlos voller Stolz. (ein sizilianisches Volkslied, ist im Buch abgedruckt)

"0, ein schönes Lied" freute sich der Konzertmeister, „wir spielen eine Ouvertüre und geben dir ein Zeichen, wann du einsetzen musst. Wie viele Strophen singst du denn?"

„Alle drei!!" antwortete Carlos nicht ohne Stolz. 

Er hatte überhaupt kein Lampenfieber. Allen hier wollte er zeigen, wie toll er nun singen könne, am liebsten aber der bildhübschen Katze mit ihren Freundinnen, die bis an den Bühnenrand gekommen waren, so daß er sie fast berühren konnte.

Das Orchester begann. Es spielte wunderbar, mit den schönsten Streicher- und Bläserklängen, die sie zu bieten hatten. Auf das verabredete Zeichen des Konzertmeisters setzte Carlos ein. Er sang aus Leibeskräften. Für ihn klang alles wie im Traum, so, als ob jemand anderes singen würde. Doch er war es selbst. Unverwandt sah er dabei die bildhübsche Katze an, so als sänge er nur für sie. Als er geendet hatte, brach ein Sturm der Begeisterung los. Carlos war ganz gerührt. Plötzlich setzte das Orchester noch einmal ein und er musste das ganze Lied noch einmal singen, diesmal gelang es noch besser als beim ersten Mal. Aber diesmal sangen alle in der Burg mit, die bildhübsche Katze sprang auf die Bühne und führte einen Freudentanz der Begeisterung auf. Zum Schluss, mitten in den tobenden Beifallsjubel, gab sie ihm einen langen, dicken Kuss auf seine feuchte Nase. Ein Raunen ging durch die Menge.

„Welch ein schönes Paar", hörte man den Baron von der Mitte des Platzes sagen.

Don Camillo war sehr zufrieden. Offensichtlich mochte die bildhübsche Katze den Kater Carlos sehr.


 

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