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02 July 2018

Stufen Gedicht von Hermann Hesse

Stufen (Hermann Hesse)

 

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Traumwelt komponieren : Stufen von Hermann Hesse.

In Hesses Roman Das Glasperlenspiel, erschienen 1943, wird das Gedicht STUFEN  im zweiten Teil „Josef Knechts hinterlassene Schriften“ im Kapitel „Die Gedichte des Schülers und Studenten“ wiedergegeben. Besondere Bedeutung erhält es für den ganzen Roman, indem Hesse  im Kapitel „Die Legende“ ausführlich den entscheidenden Wandel im Leben des „Magister Ludi“ Josef Knecht meditativ begleiten lässt. Dabei werden die Zeilen

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben

ausdrücklich zitiert und als maßgeblich für Knechts Abschied von seinem Amt dargestellt. Im darauf folgenden Gespräch zwischen Knecht und seinem Freund Tegularius bringt Hesse dann eine ausführliche Interpretation des Gedichts und thematisiert dabei auch die Änderung des ursprünglichen Titels „Transzendieren“ in „Stufen“. Das Gedicht kann daher als „essenziell“ für die dramaturgische Gestaltung des Romans bezeichnet werden.[1]

Stufen U.A.Im November 2016 waren meine Frau und ich zum ersten Male auf Mallorca. Wir besuchten natürlich auch das Kloster in Valdemossa, in dem Chopin mit George Sand den Winter 1838/39 verbrachten. Als wir in der Chopin Klause waren, erhielt ich einen Anruf vom Leiter der Universitätsmusik Koblenz, Christian Jeub, ob ich mir vorstellen könne, zum nächsten „UNIMUS“, das ist eine Sommerveranstaltungsreihe der Universität Koblenz, das Gedicht Stufen von Hermann Hesse vertonen zu können.

Sicher konnte ich mir das vorstellen, zumal Hermann Hesse bei mir ja inzwischen kompositorisch einen hohen Stellenwert besaß.

Die Vorgabe war: Klarinette, Cello und gemischter Chor.

Wir haben dann diese Komposition im Juni 2017 bei der UNIMUS Veranstaltung uraufführen können.

 


[1] Dorothée Gommen, Polaritätsstrukturen im Werk Hermann Hesses, S. 52–54.

 

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